La Navisence

Eckdaten

Von Grimentz nach Grimentz

 

Marschzeit 3h30min

 

Strecke 11.1 km     auf 492 m       ab 492 m

 

Karte/n 1:50'000 273T

 

Anforderung:

Route

Von Sierre führt eine Strasse in vielen Windungen hoch hinauf, um die enge und tiefe Schlucht der Navisence zu umgehen und das Val d’Anniviers zu erschliessen.

 

Bis nach Grimentz fahre ich mit der Post und steige gleich von der Haltestelle aus an Kirche und Kapelle vorbei hinab zur Gougra. Beim Punkt 1432 nehme ich den Weg geradeaus und erreiche wenig später die Brücke, bei der sie sich mit der Navisence vereint. Auf deren anderer Seite führt mich der Weg hinauf ins Dörfchen Mission, von wo ich sogleich wieder hinab laufe zum Bach. Dem Wasserlauf folgend begleite ich diesen durch Wald und etliche Lichtungen.

 

Jetzt, im Spätsommer, ist der Wasserstand des Flüsschens eher tief, aber ich kann mir gut vorstellen, wie wild der Bach während der Schneeschmelze oder nach einem heftigen Gewitter daher rauschen würde.

 

Eine dicke Röhre zieht sich von Osten her zum E-Werk Grand Pont, wo auch ein Umspannwerk ein seltsames Surren verbreitet. Dort verlasse ich den Talboden und steige im Zickzack hinan zum malerischen Dörfchen Mayoux. Von oben im Wald ertönt das Rauschen des Wasserfalls von Puchotaz, aber mein Weg schwenkt vorher nach links und folgt der wieder hergestellten Grand Bisse de St-Jean. Sie versieht erst seit wenigen Jahren wieder ihren ehemaligen Zweck und bewässert die Felder weiter unten.

 

Sie zieht sich von Prarion her durch den Schatten von Lärchen und Laubbäumen, quert weiter oben ein paar kleinere Wildbäche, und ist kurz unterhalb von St-Jean plötzlich nicht mehr da. Wie sie verschwand, erscheint sie jedoch wieder, und ich folge dem Weg Nr. 58 weiter der kunstvoll angelegten Wasserrinne, überquere die Fahrstrasse und erreiche bei Les Fioz wieder das Tal der Gougra. Beim Punkt 1432 begegne ich dem Hinweg, den ich bereits kenne, und folge ihm nun hinauf zur Bushaltestelle bei der Kirche von Grimentz. Die Wartezeit, bis der Bus mich abholt, vertreibe ich mir recht angenehm in einem der nahen Wirtshäuser.

 

Zinal

Die Drance, welche aus dem Val Einige bekannte Gipfel rund um den Dent Blanche bilden den Abschluss des Val d’Anniviers. An deren nördlich gerichteten Flanken fliessen zahlreiche Eiszungen talwärts und vereinigen sich zum Zinalgletscher. Er ist ein typischer Talgletscher mit ehemals über sieben Kilometer langer Zunge.

 

Die Eislieferanten sind der Mountet- , der Obergabelhorn-, der Durand- und der Grand-Cornier-Gletscher. Die gesamte Oberfläche bemass sich im Jahre 2016 noch auf etwas über 13 km2, allein die Zunge hat jedoch im letzten Jahrhundert fast 2km Länge eingebüsst.

 

Talgletscher bedecken ein deutlich begrenztes Einzugsgebiet und bewegen sich dank der Schwerkraft in einem Tal talwärts. Dies geschieht meist auf einem Gleitfilm aus Schmelzwasser an deren Grund. Die dabei erreichte Geschwindigkeit variiert je nach Jahreszeit. Der Sommer als wärmste Phase treibt den Schmelzprozess an und beschleunigt dadurch die Bewegung des Eises. Das bedeutet also eine höhere Fliessgeschwindigkeit bei fortschreitender Klimaerwärmung. Von allen Gletscherformen auf der Erde macht diese Gletscherart nur etwa ein Prozent aus, sie zählen jedoch zum bekanntesten Typ: Aletschgletscher im Wallis, Fedtschenkogletscher im Pamir oder Denali am Mount McKinley in Alaska.

 

Das Val de Zinal vereint sich bei Grimentz mit dem Val de Moiry, das die Gougra geschaffen hat. Zusammen bilden sie das eigentliche Val d’Anniviers. Unter diesem Namen ist aber das ganze Tourismusgebiet bekannt, welches vorallem im Winter eine bedeutende wirtschaftliche Rolle für die Bewohner des Tales spielt. Von Grimentz, Zinal, aber auch Chandolin und St-Luc führen etliche Seilbahnen die umliegenden Höhen.

 

Das Wasser der beiden Bäche wird für die Energiegewinnung genutzt. Dazu wird die Gougra zum Lac de Moiry gestaut. In den Pumpspeicherbecken bei Mayoux und Mottec wird das genutzte Wasser zurückbehalten, um während der Nacht, wenn weniger Bedarf an elektrischem Strom besteht, wieder hoch gepumpt zu werden. Die Zentrale in Mottec bezieht allerdings auch noch Wasser aus den beiden Seen zuhinterst im benachbarten Turtmanntal. 

 

Routenprofil

Aug in Auge mit den Viertausendern
Enthält alle obigen Informationen
VU27 Download.pdf
Adobe Acrobat Dokument 777.3 KB

Das Wetter auf der Route