Chapfensee

Eckdaten

Von Tannenheim ob Flums nach Mels

 

Marschzeit 5h

 

Strecke 15.2 km     auf 640 m       ab 138 m

 

Karte/n 1:50'000 237T

 

Anforderung:

Route

Mit dem Postauto fahre ich von Flums hinauf in vielen spitzen Kehren nach Tannenheim. Dieser Ort gehört zum ausgedehnten Wander- und Skigebiet der Flumserberge.

 

Zu Fuss folge ich nun der Strasse, auf welcher ich her gefahren bin, leicht abwärts bis zur letzten Kehre und zweige dort ab auf den Weg, der mich über Muschnen und Böden zur Bildbrugg hinunter führt. Das letzte Wegstück ist recht stotzig, aber ungefährlich - schliesslich bin ich ja noch nicht so lange unterwegs und deshalb noch frisch und fit.

 

Jenseits des Schilsbaches steigt der Weg wieder leicht an und trifft bei Egg auf das Fahrsträsschen zum Kur- und Gasthaus Sässliwisen. Von der Zeit her dürfte das Lokal sehr günstig für einen Zwischenhalt liegen.

 

Nach der willkommenen Pause ziehe ich weiter und unterquere die Seilbahn nach Schönhalden. Diese könnte ich auch benützen, wenn mir die ganze Tour zu lang wäre. Sie startet in Saxli an der Strasse nach Tannenheim. Der fast ebene Alpweg führt mich aber zu Fuss weiter nach Cafröa und jenseits des Röllbaches zu den locker gestreuten Häusern von Plon.

 

Ungefähr 100 Meter tiefer und 1000 Meter weiter liegt der malerische Chapfensee. Nur, wer ganz genau hinschaut, bemerkt den Staudamm, welcher das Wasser zurück hält. Die teils unterirdische Druckleitung führt hinab zum Kraftwerk in Plons. Der See selber hat sich jedoch zu einem äusserst wertvollen Biotop gemausert, der vielen Pflanzen und Tieren eine Lebensgrundlage bietet.

 

Am östlichen Ende des Weihers empfängt mich der Wanderweg für den Abstieg ins tief eingeschnittene Tobel der jungen Seez. Etliche Schlenker der Fahrstrasse abkürzend gelange ich zur kleinen Kapelle St. Martin in der Mulde hinter dem markanten Hügel Castels. Unter diesem versteckt sich eine ausgedehnte Artillerie-Festung aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie gehört zum Festungswerk Sargans, das hier den Grenzübertritt fremder Heere verhindern sollte.

 

Nach wenigen Minuten treffen wir auf den Bahnhof in Mels.

Chapfensee und Mels

Oberhalb von Mels, auf dem Weg nach Nordwesten liegt ein ein idyllischer Stausee, der sich jedoch so meisterhaft in die Landschaft integriert, dass man ihm seine Künstlichkeit gar nicht geben würde. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Biker und wird überdies auch sehr häufig von Fischern aufgesucht, um hier ihrem geruhsamen Hobby - wenigstens für die Fischer selber! - zu frönen. Hier leben vor allem Regenbogen- und Bachforellen, die klares und kühles Wasser  lieben.

 

Er liegt auf 1030müM, ist aber dennoch sehr leicht erreichbar und bietet dem Ufer entlang ideale Plätzchen für ein Picknick mit der ganzen Familie. Das Gebiet rund um den See ist ein geschütztes Natur-Reservat mit einer reichen Flora und wunderschönen Ausblicken hinunter ins Tal der Seez und hinüber zum stattlichen Alvier oder zu den unverwechselbaren Churfirsten.

 

Die Gemeinde Mels schmiegt sich an den nördlichen Fuss des Pizol-Gebietes gegenüber des Gonzen. Die heute besiedelte Ebene zwischen Seez und Rhein war früher ein berüchtigtes Moor mit den gefürchteten Stechmücken. Krankheiten wie Malaria oder Schafkrankheit waren damals recht verbreitet. Heute ist die Fläche trocken gelegt und landwirtschaftlich nutzbar. Immer weiter breiten sich jedoch die Siedlungen aus mit ihrem unstillbaren Hunger an gut erschlossenem Land. Die Lage ist auch wirtschaftlich interessant, führen doch nicht nur leistungsfähige Bahnlinien Richtung Graubünden, Zürich und Bodensee, sondern auch Autobahnen. So sind die Grenzübergänge nach Lichtenstein, Österreich und Deutschland rasch erreichbar.

 

Touristisch spielt Mels eine eher untergeordnete Rolle, aber es profitiert von den Nachbarorten Bad Ragaz und Wangs. Von hier führen Seilbahnen zum fast 3000m hohen Pizol mit einem reichhaltigen Sommer- und Winterangebot.

 

Routenprofil

Idyll aus Menschenhand
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Das Wetter auf der Route