Valle Breggia

Eckdaten

Vom Monte Generosoa nach Muggio

 

Marschzeit 2h

 

Karte/n 1:50'000 T286/296

 

Kategorie: Leichte Bergwanderung

 

Ausrüstung: Wanderschuhe, Stöcke

Route

Spätestens seit auf dem Gipfel Bottas neues Hotel „Fiore di Pietra“ in allen Medien begeistert vorgestellt wurde, wissen wohl fast alle, wo der Monte Generoso zu Hause ist.

 

Von Capolago an der Linie von Lugano nach Chiasso fahre ich mit der Standseilbahn hinauf, aber die letzten Meter zum Gipfel muss ich dann doch noch laufen. Und ich lasse mir lange Zeit, die Aussicht förmlich in mich einzusaugen. Erst anschliessend mache ich mich an den Abstieg und folge dem Pfad entlang der Landesgrenze bis zum Grenzstein Nummer 26. Gute hundert Höhenmeter habe ich bereits vernichtet und schwenke nun nach Süden.

 

Es geht weiter abwärts, und wie! Einer beeindruckenden Felswand entlang, in engen und weiten Kehren erreiche ich die verstreuten Häuser von Roncapiano mit der Kirche am Ende der Strasse. Der Weg bis hierher war zwar anstrengend aber ruhig, im Gegensatz zur „Vorderseite“ des berühmten Berges.

 

Im Wald schlenkert der Weg weiter wie betrunken hin und her. Dabei versucht er, die Tücken der Topografie so gut wie möglich zu seinem Vorteil zu nutzen. Ab und zu treffe ich auf ein Rustico, das völlig verloren am Wegrand steht.

 

Unten im Tobel der wilden Breggia, die dem Tal ihren Namen geliehen hat, steht eine Mühle. Sie ist nur über einen stotzigen Pfad erreichbar. Hier wurden vorallem Kastanien verarbeitet, die man im Tal mühsam zusammen suchen musste, aus deren Mehl aber feines Brot gebacken wurde. Besichtigung unbedingt empfohlen: 091 690 20 38

 

Nach einer markanten Geländenase mit Wegkreuz taucht der Weg ein in eine tiefe Runse, in der aber kein Bächlein rauscht, und dann erreiche ich die ersten Häuser von Muggio und die Fahrstrasse von Scudellate, der hintersten Siedlung im Tale.

 

 

Wenige Meter weiter bin ich im Dorf angekommen und lasse mir vor der Abfahrt des Postautos den ganzen Weg bei einem gehaltvollen Capolino im nahen Ristorante nochmals durch den Kopf gehen

Molino Bruzella

Im wild zerklüfteten Talboden der Breggia steht eine uralte Mühle, deren grosses Wasserrad angetrieben wurde vom rauschenden Bach gleich neben dem Haus. Dank ihr mussten die Einwohner des abgelegenen Grabens nicht meilenweit laufen, um ihren Mais, den sie für die tägliche Ernährung ihrer Familien dringend benötigten, auswärts mahlen zu lassen.

 

Im Jahre 1996 wurden das Gebäude und die mechanische Einrichtung mit der Transmission sorgfältig und zurückhaltend restauriert. Deshalb kann sie für interessierte Besucher auch wieder betrieben werden. Dabei erlebt man hautnah die Funktionsweise der einzelnen Maschinenteile und versteht deren Anteil an der Arbeitsweise der gesamten Einrichtung.

 

Dazu zählt der Bewässerungskanal, der das Flusswasser zur Mühle führt, der mit einem Schieber regulierbare Wassereinlass mit dem Überlauf, durch welchen nicht benötigtes Wasser ins Bachbett zurückfliessen kann, das oberschlächtige Eisenkassettenrad, das wegen des höheren Wirkungsgrades von oben angetrieben (angeschlagen) wird, der Getriebemechanismus mit allen Arten von Zahnrädern und Riemen, der Trichter für die Beschickung des eigentlichen Mahlwerkes mit den Maiskörnern und schliesslich die Mahltrommel.

 

Die Mühle von Bruzella arbeitet im Normalfall in regelmässigen Abständen dank der Müllerin Irene Petraglio zusammen mit ihren Mitarbeitern Giuseppe Bernasconi, Paolo Rezzonico sowie dem dritten Fabio Bossi.

 

Informieren Sie sich vor Ihrem Besuch im Internet über die Öffnungszeiten und melden Sie sich telefonisch an. Das Team wird sich auf Ihren Besuch freuen. Und Sie dürfen sich auf ein interessantes und informatives Erlebnis freuen, sowie auf vorort gekauftes Mehl für eine wunderbar schmackhafte Polenta zu Hause.

 

 

In der Umgebung der Mühle stehen weiträumig verteilt hohe, dreistöckige Ziegeltürme. Sie wurden in der Vergangenheit dazu benützt, vorbei ziehende Zugvögel erst anzulocken und dann zu erschrecken. Dadurch wurden sie in die rings um den Roccolo in den Bäumen gespannten Netze getrieben, wo sie sich rettungslos verfingen.

Routenprofil

Vom erhabenen Gipfel hinab in ein wildromantisches Tal
Enthält alle obigen Informationen
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Das Wetter auf der Route