Lac de Montsalvens

Eckdaten

Von Charmey nach Charmey

 

Marschzeit  3h

 

Strecke 9.1 km     auf 451 m       ab 451 m

 

Karte/n: 1:50'000 252T

 

Anforderung:

Route

Der Lac de Montsalvens ist sozusagen der schweizerische Dreischluchten-Stausee, denn der Stausee mit der ältesten Staumauer Europas wird gespiesen von drei Flüsschen, welche alle durch ein mehr oder weniger enges Tobel in den See fliessen.

 

Mein Vorschlag startet jedoch nicht bei der schon in die Jahre gekommenen Mauer am unteren Ende des Sees, sondern in Charmey. Dieses Dorf könnte man als das Arosa des Greyerzerlandes bezeichnen, wenn wir schon dabei sind, Vergleiche anzustellen. Es unterhält im Winter ein weit reichendes Skigebiet und lockt im Sommer zum Wandern. Eine Seilbahn führt auf den Dent de Vounetse und im Dorf lockt ein Kurbad.

 

Ich beginne mit dem Abstieg zum Jogne, der vom Jaunpass herunter fliesst und folge ihm bis zu einem kleinen Kraftwerk am oberen Seeende. Dort überquere ich den Bach noch einmal und umrunde nun den ganzen See dem Ufer entlang. Umrunden ist zwar nicht ganz korrekt, denn der See hat eine seltsam bizarre Form, und auf der Südseite ist das Ufer nicht begehbar.

 

So komme ich also an der Kläranlage vorbei, erreiche eine schmale Halbinsel und überqueren den nördlichen Seitenarm auf einer kleinen, schwankenden  Seilbrücke. Bald folgt wieder ein Bachlauf und dann endlich die Staumauer mit vielen steilen Stahltreppen, die aber der Überwachung, nicht der näheren Besichtigung der Anlage dienen. Für Wanderer sind sie gesperrt. Schade eigentlich.

 

An die Talsperre schliesst ein schmaler, oft feuchter bis nasser Pfad an. Auf diesem wähnt man sich schnell einmal im wilden Dschungel, allerdings sieht man keine gefährlichen Schlangen und hört auch keine Brüllaffen. Trotzdem kann man sich gut vorstellen, ein tollkühner Entdecker zu sein. Bei der Brücke über den Motélon erreiche ich ein Strässchen, auf dem ich über die Hochfläche von Liençon wieder zum Jogne zurück kehre und auf einem weiteren Strässchen wieder nach Charmey empor steige.

 

Lac de Montsalvens

Im Frühjahr 1918 wurde vom Freiburger Grossrat der Bau einer Bogenmauer am Eingang der Jaunschlucht zur Gewinnung von Elektrizität genehmigt. Schon 2 Jahre später war der Bau fertig gestellt, kostete aber fast doppelt soviel, wie im Voranschlag berechnet worden war. Dadurch gerieten die Freiburgischen Elektrizitätswerke vorübergehend in arge finanzielle Schieflache. Kostenüberschreitungen bei grösseren Bauprojekten waren also schon damals gang und gäbe. 

 

Einer der grössten Kunden war schon damals die Schokoladenfabrik Cailler am unteren Ende der Jaunbach-Schlucht bei Broc. Auch sonst liess sich der Strom in der aufstrebenden Region sehr gut verkaufen, was dazu beitrug, dass die Geldnot in kurzer Zeit behoben war.

 

Die älteste Bogenmauer Europas ist 55m hoch und hat eine Kronenlänge von 155m. Hinter ihr sammeln sich 12.6Mio m3 Wasser aus einem Einzugsgebiet von 173 km2. Obwohl die Fläche des Sees mit 74ha nicht besonders gross ist, beträgt der Wanderweg um alle Buchten und Halbinseln herum doch stolze 10km.

 

Der See liegt inmitten eines touristisch gut erschlossenen Gebietes an der Strasse zum Jaunpass. Von Charmey aus stehen unzählige Wanderrouten zur Auswahl und im Winter ist das Skigebiet durch 2 größere Seilbahnen erschlossen. Nicht weit vom See, in der Abgeschiedenheit des Tales des Javrot, steht das heute noch bewohnte Kartäuser-Kloster Valsainte. Es beherbergt zur Zeit 12 Patres und 7 Laienbrüder.

 

Routenprofil

Älteste Bogenstaumauer Europas
Enthält alle obigen Informationen
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Das Wetter auf der Route