Vorder Höhi

Eckdaten

Von Stein (Toggenburg) nach Arvenbüel (Amden)

 

Marschzeit 3h

 

Strecke 8.3 km     auf 728 m       ab 291 m

 

Karte/n 1:50'000 237T

 

Anforderung:

Route

Wie häufig der Dürrebach - seinem Namen nachzukommen - kein Wasser führt, entzieht sich meiner Kenntnis. Als ich von Stein im Toggenburg aus die Wanderung zur Vorder Höhi starte, fliesst jedenfalls ein munteres Bächlein Richtung Thur.

 

Etwa hundert Meter oberhalb der Thurbrücke verlasse ich die Hauptstrasse und folge dem Strässchen parallel zum erwähnten Dürrenbach an weit auseinander liegenden Gehöften vorbei zum Eggli. Dort wechsle ich auf einen schmalen Pfad der hart am Bachufer dem Wasser entgegen läuft. 

 

An einigen ruppiger Stellen verhindern zahlreiche Schwellen im Bachbett, dass das Wasser zu schnell wird. Damit sollen die übermässige Erosion verbunden mit Überschwemmungen im Dorf, sowie Murgänge verhindert werden. Die letzte Brücke führt hinüber zum Badhus, das jedoch nicht mehr in Betrieb ist. Hier endet das Fahrsträsschen, das sich mir wieder genähert hat. Empor zur Alp auf dem Joggelisberg spannt sich eine Transpsortbahn - ich folge also dem romantischen Wurzelpfad markant aufwärts.

 

Oberhalb des Schärswaldes quere ich ein ausgedehntes Hangmoor mit einer fantastischen Vielfalt an speziell angepassten Pflanzen. Die meisten haben ihre Blütezeit bereits hinter sich - schade!

 

Nach einer kurzen Rast zum Schweifenlassen des Blicks in die Ferne, nehme ich den Abstieg in Angriff. Er folgt vorerst dem Strässchen an der nördlichen Flanke des Zopfenbach-Tales bewacht von Stogg und Gulme zur Alp Altschen. Hier wird die Pause etwas länger, besteht doch die Gelegenheit, mich zu verpflegen und den Durst endgültig zu besiegen.

 

Das letzte Wegstück verläuft auf der Krete des Rossagg und senkt sich dann zu den Häusern von Arven. Der Sessellift verkürzt meinen Weg nur unwesentlich, also laufe ich den Rest bis zu den grossen Parkplätzen in Arvenbüel , wo auch die Bushaltestelle liegt.

 

Der Toggenburger Wald

Auch im Toggenburg kommen dem Wald verschiedene Aufgaben zu. Das Tal wurde deswegen in fünf Zonen unterteilt, um die Anforderungen unterschiedlich angehen zu können.

 

In der Region 5, in welcher sich die vorgeschlagene Wanderroute bewegt, stehen 14’700ha Wald, von denen 66% eine Schutzfunktion vor Naturgefahren, wie Hochwasser, Murgänge oder Lawinen erfüllen. Damit diese Sicherheit gewährt werden kann, muss der Wald gesund und vielschichtig gestaltet werden.

 

Diese Vielschichtigkeit mit unterschiedlichsten Baumarten schlägt auch wirtschaftlich zu Buche, obschon der Holzwert in den letzten Jahren deutlich gesunken ist. Der Aufwand für die Pflege und Nutzung wird durch die Erträge nicht mehr gedeckt.

 

Die verschiedenen Bewohner des Waldes erwarten auch verschiedene Angebote an Nahrung sowie Brut- und Aufzucht-Umgebung. Einige haben ganz spezielle Ansprüche an ihren Lebensraum. Diese bedingen menschliches Zutun auch in den ausgeschiedenen Reservaten. Die so geförderten Arten sind beispielsweise Auerwild, Schwarzspecht, aber auch Pflanzen wie Arve oder Frauenschuh.

 

Der Wald ist zusätzlich auch ein Erholungs- und Ausflugsraum, besonders in einer touristisch bedeutenden Region. Ein vielseitiges Angebot an Wegen, Trails und Loipen allein genügt meist nicht mehr. Folglich müssen zusätzliche Attraktionen wie der Klangweg im oberen Toggenburg angeboten werden.

 

Um alle diese Funktionen unter einen Hut zu bringen werden Pläne zur Entwicklung des Waldes geschmiedet. Eine besondere Herausforderung ist dabei, alle 4000 privaten Waldbesitzer, die zwei Drittel der gesamten Waldfläche unter sich aufteilen, in die Verantwortung zu nehmen. Die Schutzwaldpflege wird finanziell und fachlich unterstützt. Die Priorisierung erfolgt aufgrund der örtlichen Gefährdung.

 

Wo die Schutzfunktion nicht allein durch den Wald erfüllt werden kann, greift der Mensch mit baulichen Massnahmen ein. Diese sind in ersten Linie als vorübergehende Überbrückung gedacht und sollen nur so lange bestehen, bis der Wald sich erholt hat.

 

Routenprofil

Das Schöne liegt auch im Kleinen
Enthält alle obigen Informationen
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Das Wetter auf der Route