Sommersberg

Eckdaten

Von Gais nach Gais

 

Marschzeit 3h

 

Strecke 10.3 km     auf 477 m       ab 477 m

 

Karte/n 1:50'000 227T

 

Anforderung:

Route

Die Gegend um Gais war während früheren Zeiten hart umkämpft, wobei die sich bekriegenden Parteien immer wieder wechselten, wenigstens auf der einen Seite. Auf der anderen waren immer wieder die Appenzeller gefordert - und erfolgreich.

 

Heute liegt der Ort am Zusammenfluss des Rot-, des Zwislen- und des Mendelbachs völlig friedlich im Schein der morgendlichen Sonne. Vom Bahnhof aus wandere ich in nordöstlicher Richtung bergwärts und lasse die letzten Häuser nach der engen Kurve des Strässchens nach Obergais hinter mir.

 

Beim Anstieg wächst der Horizont und ich bleibe immer wieder stehen, um die wundervolle Aussicht zu geniessen. Im Süden grüssen der Fähnerenspitz sowie der markante Hohe Kasten und auf der anderen Seite das Häusermeer vom nahen St. Gallen.

 

Beim Hof Haseltanne (was für ein seltsames Gewächs!) folge ich nicht dem Strässchen sondern dem schmalen Pfad hinauf zum Funkturm. Es lohnt sich tatsächlich und ist gar kein Umweg. Nach wenigen Metern treffe ich dann beim Pt. 1210 wieder auf „meinen“ Wanderweg und lösche wenig später meinen aufkommenden Durst im Gasthaus Unterer Gäbris.

 

Etwas weiter unten liegt das verträumte Gäbrisseeli, ein besonderes Kleinod auf dem Weg hinüber zum Sommersberg auf der anderen Seite des Rotbachs. Er ist nicht ganz so hoch wie der Gäbris, aber die Wirtschaft drängt sich dank ihrer Lage für ein währschaftes Mittagessen geradezu auf.

 

Nach dieser willkommenen Pause trete ich den Rückweg an, der mich über die Krete dieses Hügelrückens führt. Zu meiner Linken dehnt sich jenseits von Bahnlinie und Strasse das Moor am Fusse der Brandegg aus. Es liefert das Wasser für den Zwislenbach und steht unter Naturschutz.

 

Bei der Station Hebrig quere ich die Verkehrslinien und ziehe über die Höfe Buchen und die Hohegg zurück zum Bahnhof Gais.

 

Der Alpstein

Unter diesem Namen versteht man die Gebirgskette dem Rheintal entlang zwischen den Orten Appenzell und Wildhaus. Zwar sind die Gipfel nicht besonders hoch, aber sie wirken wegen ihrer Nähe zum flachen Bodensee dennoch mächtig und eindrucksvoll. Immerhin bringt es der Säntis auf knapp über 2500 Meter.

 

Im Gegensatz zu den übrigen Alpen bestehen die Berge des Alpsteins nicht aus dem harten Granit, sondern aus Kalkgestein und hängen zusammen mit den nördlichen Kalkalpen, wie wir sie in Deutschland und Österreich antreffen. Da dieses Gestein nicht besonders hart ist und vom Wasser schnell erodiert wird, ist es von zahlreichen Schrunden, Rissen und unterirdischen Höhlen durchzogen. Stürzen letztere ein, entstehen an der Oberfläche die typischen Dolinen, die auch im Jura auffällig häufig anzutreffen sind. Das schnell abfliessende Wasser ist verantwortlich für dessen Mangel an der Oberfläche, was die Alpwirtschaft zwingt, Regenwasser aufzufangen und Reserven anzulegen.

 

Die horizontale Verschiebung und die vertikale Auffaltung haben im Alpstein drei parallel zueinander liegende Rippen geschaffen, die nordwestliche mit der Ebenalp, die mittlere mit der Alp Sigel und die südöstlichste mit dem Kamor. Die vierte, der Lisengrat, zwischen Altmann und Säntis verläuft quer. In den „Tälern“ dieser Rippen liegen die bekannten, kleinen Bergseen, der Seealpsee, der Sämtisersee und der Fälensee. Die letzten beiden verfügen über keinen oberirdischen Abfluss, ihr Wasser mündet in den Rhein, nachdem es den Kamm mit der Stauberenkanzel unterquert hat.

 

Der höchste Gipfel des Alpsteinmassivs ist der Säntis, der mit einer Seilbahn von der Schwägalp aus bequem zu erklimmen ist. Dieser Name geht zurück auf den früh-romanischen Namen Sambatinus, was soviel bedeutet wie am Samstag Geborener und später als Sämptis eingedeutscht wurde. Auf dem höchsten Punkt strebt ein gewaltiger 123 Meter hoher Sendeturm in den Himmel. Er dient der Swisscom zur Verbreitung von Radio- und Fernsehprogrammen.

 

Routenprofil

Alpstein als fantastische Kulisse
Enthält alle obigen Informationen
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Das Wetter auf der Route